Image
20260601-UNHCR-WCC-deFombelle-8

ÖRK-Generalsekretär Pastor Prof. Dr. Jerry Pillay und UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Dr. Barham Salih.

Foto:

Die Absichtserklärung umreißt die gemeinsame Verpflichtung, „religionsübergreifende und ökumenische Gesprächsinitiativen zur Förderung der Zugehörigkeit, der Würde und des friedlichen Zusammenlebens“ zu unterstützen sowie sich mit den tieferen Ursachen von Vertreibung zu befassen.

Die Vereinbarung stärkt außerdem das Engagement für das Recht vertriebener und staatenloser Menschen auf Staatsangehörigkeit, Rechtspersönlichkeit, Inklusion und Schutz und mobilisiert „glaubensorientierte Ressourcen und Mitglieder, Schutz, Inklusion und nachhaltige Lösungen mitzutragen, um den Zugang zu Dienstleistungen, den sozialen Zusammenhalt und die Integration vor Ort zu unterstützen“.

Die Absichtserklärung unterstützt das koordinierte Vorgehen der UNHCR-Operationen und der ÖRK-Mitgliedskirchen und -Partnerorganisationen.

„In einer Zeit, in der Vertreibungen zunehmen, ist die Zusammenarbeit mit religiösen Organisationen entscheidend, um im Rahmen des Globalen Paktes für Flüchtlinge den Schutz von Flüchtlingen und staatenlosen Menschen auszuweiten, ihre Inklusion zu fördern und dauerhafte Lösungen für sie zu unterstützen“, sagte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Dr. Barham Salih. „Wir begrüßen das Bekenntnis des Ökumenischen Rates der Kirchen zum interreligiösen Dialog und zu seinen Bemühungen, im Leben staatenloser Menschen und jener, die sich zur Flucht gezwungen sehen, erkennbare und nachhaltige Änderungen zu bewirken.“

ÖRK-Generalsekretär Pastor Prof. Dr. Jerry Pillay äußerte seine tiefe Dankbarkeit für die Gelegenheit, die Zusammenarbeit mit dem UNHCR zu stärken. „Mit dieser historischen Vereinbarung bauen wir auf eine langjährige Kooperation und Verpflichtung zur Wahrung der Menschenwürde, Förderung von Frieden und zum Schutz jener Gemeinschaften, die besonders gefährdet sind, auf und vertiefen diese. Sie ist ein Ausdruck dessen, wie die guten Absichten des ÖRK und des UNHCR im Sinne des gemeinsamen Ziels, sich mit Einfühlsamkeit, Fürsorge und Tatkraft für die Rechte vertriebener und staatenloser Menschen einzusetzen, ineinandergreifen.“

Es sei dringend nötig, dem Engagement für staatenlose Menschen, deren Rechte und Zugang zu Schutz sich im Kontext globaler Finanzierungsschwierigkeiten und zunehmender Konflikte weltweit verschlechtert haben, neue Impulse zu verleihen, so Pillay eindringlich.

„Durch diese Vereinbarung verknüpfen wir humanitäre Maßnahmen enger mit der moralischen Autorität, der globalen Reichweite und der schlagkräftigen Fürsprachearbeit von Glaubensgemeinschaften.“ „Wir teilen ein klares Bekenntnis zur Förderung einer Welt, in der sich jeder Mensch zugehörig fühlen kann und niemand staatenlos sein muss.“

Der ÖRK und das UNHCR arbeiten seit über einem Jahrzehnt insbesondere im Bereich Staatenlosigkeit eng zusammen.

Fotogalerie

ÖRK-Treffen mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen zum Thema Staatenlosigkeit (ÖRK-Pressemitteilung, 13. November 2025; in englischer Sprache)

ÖRK nimmt an der Global Refugee Forum Progress Review 2025 teil: „Wir bekräftigen unsere gemeinsame Verpflichtung, Hoffnungsträger für die Menschen zu sein“ (ÖRK-Pressemitteilung, 18. Dezember 2025)

ÖRK gratuliert dem neu gewählten Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (ÖRK-Pressemitteilung, 23. Dezember 2025; in englischer Sprache)

I Belong: Biblical Reflections on Statelessness (ÖRK-Publikation zur Staatenlosigkeit; in englischer Sprache)

I Belong Volume 2

Image
20260601-switzerland-hc-wcc-photo-1

UNHCR delegation accmpanying the signing ceremony to the right: Ms. Ruven Menikdiwela, UNHCR Assistant High Commissioner for Protection; Safak Pavey, Senior Adviser; Nicolas Brass, Head of Global Compact on Refugees (GCR) Section; Rez Gardi, Special Assistant to the High Commissioner; Claire Lamont-Roberts, GCR External Relations Officer. WCC delegation: Ms Carla Khijoyan, Programme Executive; Mr Peter Prove, Director  Churches Commission on International Affairs; Ms Marianne Ejdersten, Director Communication; Xanthi Morfi, Communication Officer; Gregoire de Fombelle, Communication Officer.

Foto: