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Von links nach rechts: S. E. Erzbischof Dr. Vicken Aykazian,  stellvertretender Vorsitzender des Zentralausschusses des ÖRK; Pastor Prof. Dr. Jerry Pillay, ÖRK-Generalsekretär; Pastorin Merlyn Hyde Riley, stellvertretende Vorsitzende des ÖRK- Zentralausschusses; und Bischof Dr. Heinrich Bedford Strohm, Vorsitzender des ÖRK-Zentralausschusses.

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Chancen und Herausforderungen

Während seiner Ansprache am 8. Juni hat der Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses, Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, über die Solidarität des ÖRK mit Palästina, das gemeinsame ökumenische Zeugnis gegen den Missbrauch der christlichen Religion und die Möglichkeiten und Herausforderungen künstlicher Intelligenz gesprochen.

„Wir leben in einer Zeit, in der das gemeinsame ökumenische Zeugnis in der Welt für die von Gott gegebene Würde jedes einzelnen Menschen und die Pflicht der Regierungen, diese Würde in ihren eigenen Staaten und zwischen den Staaten zu respektieren, wichtiger als jemals zuvor sind“, sagte er.

ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Jerry Pillay dankte in seinem Bericht an den ÖRK-Exekutivausschuss Gott für das treue Zeugnis, die Unerschütterlichkeit und das Engagement der ÖRK-Gemeinschaft.

„Die letzten sechs Monate, die seit unserer letzten Zusammenkunft in China vergangen sind, haben erneut gezeigt, wie fragil unsere Welt ist und wie wichtig die Bedeutung der ökumenischen Bewegung bleibt.“, sagte er.

Globales Gebet für Frieden in der Ukraine

Zu einem globalen Gebet für Frieden in der Ukraine haben sich am 11. Juni Ortskirchen in der Ukraine, Führungskräfte des Ökumenische Rates der Kirchen (ÖRK) und Menschen guten Willens aus aller Welt im Rahmen einer Online-Zusammenkunft im Geist über große Entfernungen versammelt.

In seiner Begrüßungsansprache hat Bischof Sándor Zán Fábián von der Reformierten Kirche in Transkarpatien, der ebenfalls Vorsitzender des Gesamtukrainischen Rates der Kirchen und religiösen Organisationen ist, über die Wertschätzung aus einem Land gesprochen, in dem das Leid des Krieges zu einer täglichen Realität geworden ist.

„Ich hoffe, dieses Gebet stärkt jede und jeden von uns in unserem Verständnis, dass wir in Christus eins sind, und dass das Licht immer über die Dunkelheit triumphiert“, sagte er „Möge Gott Sie segnen und der Ukraine und der ganzen Welt Frieden schenken!“

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Vertiefung der Zusammenarbeit

Im Rahmen einer Andacht mit dem ÖRK-Führungspersonal in der Kapelle am 8. Juni erhielten drei Studierende ihren Master of Advanced Studies im Fach Ecumenical Studies am Ökumenischen Institut Bossey.

Die Studierenden, Pastor Ntobeko Dlamini, Methodistische Kirche im Südlichen Afrika; Nikola Filipovic, Serbische Orthodoxe Kirche; und Pastor Jabu Jay Singh Mani, Kirche vom Südindien, haben sich im vergangenen Jahr intensiv mit einer Reihe ökumenischer Themen befasst.

In einer speziellen Dankesrede auf der Abschlussfeier haben die drei auf ihre Zeit am Institut zurückgeschaut. „Bossey hat eine unterschiedliche Bedeutung für unterschiedliche Menschen – für uns war das Institut ein Ort der Begegnung, der Bewusstseinsbildung, der Konfrontation, des interkulturellen Austausches und der Überwindung von Widerstand und Grenzen“, schrieben sie.

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Diplomierte von Bossey, die Führungskräfte des ÖRK-Zentralausschusses, das Lehrpersonal in Bossey und ÖRK-Personal.

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Ein Teil des Führungsteams des ÖRK-Zentralausschusses, Bischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des ÖRK-Zentralausschusses, und Pastorin Merlyn Hyde Riley, stellvertretende Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses, besuchten den  Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) und ließen sich von Senior Adviser Safak Pavey und Nicolas Brass, Leiter der UNHCR-Sektion Globaler Pakt für Flüchtlinge, über die aktuelle Flüchtlingssituation informieren.

Darüber hinaus traf sich Bedford-Strohm mit Peter Sands, dem Exekutivdirektor des Globalen Fonds, sowie mit einem Teil des Führungsteams des Globalen Fonds, darunter:  Dianne Stewart, stellvertretende Direktorin und Leiterin der Abteilung für Spenderbeziehungen, Außenbeziehungen und Kommunikation, sowie Francesca Davoli, assoziierte Fachreferentin der Abteilung für Spenderbeziehungen, Außenbeziehungen und Kommunikation.

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Visit to UNHCR

Von links nach rechts: Pastor Kenneth Mtata, ÖRK-Programmdirektor; Bischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des ÖRK-Zentralausschusses; Safak Pavey, Senior Adviser beim UNHCR; Pastorin Merlyn Hyde Riley, stellvertretende Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses; und Frau Carla Khijoyan, ÖRK-Programmreferentin.

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Erklärungen bringen weltweite Sorgen zum Ausdruck

Der ÖRK-Exekutivausschuss hat fünf Erklärungen und einen Protokollpunkt veröffentlicht.

Erneuerter ökumenischer Aufruf: Lass ab von der Proliferation von Kriegen, schlage den Weg eines gerechten Friedens ein: Das Leitungsgremium hat Kirchen dazu aufgerufen, mit allen ihnen verfügbaren Mitteln für den Frieden zu arbeiten.

christliche Präsenz, christliches Zeugnis und Religionsfreiheit aller Menschen im Heiligen Land

Die Erklärung bekräftigt das unerschütterliche Zeugnis der palästinensischen christlichen Gemeinschaft trotz aller Drohungen und Zumutungen.

Friede für die Bevölkerung der koreanischen Halbinsel.” Der ÖRK-Exekutivausschuss hat eine Veränderung der geopolitischen Situation beklagt, die als eine ernstzunehmende Abkehr von der innerkoreanischen Zusammenarbeit für Frieden und die friedliche Wiedervereinigung des geteilten koreanischen Volkes zu werten ist.

Erneuerung der Verpflichtung zur Unversehrtheit der Schöpfung in einer Zeit sich beschleunigender Umweltkrisen.” Die Erklärung weist auf die anhaltenden und sich beschleunigenden Umweltkrisen hin und fordert die Kirchen zu einem prophetischen Zeugnis und konkreten Aktionen auf.

Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo.” Der ÖRK-Exekutivausschuss hat die Rolle der Kirchen und ihrer Gesundheitsdienste inmitten der öffentlichen Gesundheitskrise in der Demokratischen Republik Kongo nach dem jüngsten Ebola-Ausbruch hervorgehoben und besonders auf ihre Arbeit in Konfliktzonen hingewiesen.

Protokollpunkt: Zukunft des Friedensprozesses in Kolumbien

 Dieser Protokollpunkt erneuert das seit langem bestehende Engagement des ÖRK für einen gerechten, umfassenden und nachhaltigen Frieden für die Menschen in Kolumbien.

Umstrukturierung des ÖRK-Büros

Der ÖRK-Exekutivausschuss hat eine neue Struktur des ÖRK-Büros geprüft, das die organisatorische Struktur auf die strategischen Prioritäten des ÖRK unter Berücksichtigung des vom Gedanken des Pilgerwegs inspirierten Engagements abstimmen will. Der Exekutivausschuss hat darum gebeten, dass der ÖRK-Generalsekretär auf der nächsten Tagung des Exekutivausschusses berichtet und die entsprechenden schriftlichen Erläuterungen und den Haushalt für 2027 vorlegt.

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Engagement des ÖRK in Palästina und Israel

Der ÖRK-Exekutivausschuss hat einen vom ÖRK-Generalsekretär entwickelten Rahmen zur Orientierung des ÖRK-Engagements in Palästina und Israel geprüft. Diese strategische Orientierungshilfe beschreibt die Notwendigkeit eines koordinierten, grundsätzlichen und strategisch abgestimmten ökumenischen Handlungsansatzes, der sowohl auf die unmittelbaren humanitären und politischen Realitäten als auch auf die umfassenderen strukturellen Herausforderungen reagieren kann, mit denen sich das palästinensische Volk auseinandersetzen muss. Das Leitungsgremium forderte den Generalsekretär auf, auf der ÖRK-Exekutivausschusstagung im November über den aktuellen Stand zu berichten.

 Aktuelles zu den ÖRK-Programmen

Der ÖRK-Exekutivausschuss wurde über den aktuellen Status der ÖRK-Programme unterrichtet. Auf diese Weise kann das Leitungsgremium den ÖRK-Strategieplan überwachen und umsetzen. Der Exekutivausschuss lieferte eine strategische Orientierung zu Themen, Methoden, Ergebnissen und Auswirkungen und ging besonders auf die Frage ein, wie sich diese Aktivitäten auf die ÖRK-Mitgliedskirchen und die ökumenische Bewegung allgemein und die Welt auswirken.

Ökumenische Dekade für Klimagerechtigkeit

Der ÖRK-Exekutivausschuss wurde über den aktuellen Stand der Arbeit mit den Mitgliedskirchen und ökumenischen Partnern im Hinblick auf die Durchführung der Ökumenischen Dekade unterrichtet. Damit verbunden war die Anerkennung des enormen Engagements für diese Initiative weltweit.

Ökumenisches Kurzzeit-Studienprogramm mit globaler Ausrichtung

Der ÖRK-Exekutivausschuss hat eine Botschaft des Globalen Ökumenischen Theologie-Instituts (GETI) auf der Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung entgegengenommen und formuliert eine Vision über prophetische Pflicht und dynamische Einheit, die in solidarischem Handeln, gemeinsamen Klagen und einem die Zusammenarbeit fördernden Dienst zum Ausdruck kommt.

Gender-Gerechtigkeit

Der Exekutivausschuss hat den Bericht und die Erklärung „Zeugnis ablegen und Antizipation der Geschlechtergerechtigkeit in Einheit und Vielfalt” entgegengenommen; beide sind das Ergebnis einer Konsultation in Jakarta 2025 anlässlich des 30. Jahrestages der Erklärung von Beijing und der Aktionsplattform. 

ÖRK-Strategieplan 2023–2030

Der Exekutivausschuss hat einen Bericht über die ÖRK-Kommunikationsstrategie erhalten und zur Kenntnis genommen, dass das Erzählen von Geschichten ein wichtiger Teil dieser Strategie und der prophetischen Stimme ist, die geschützt und verstärkt werden muss, um die prophetische Arbeit des ÖK zu bewahren.

Der Bericht beschreibt den Erfolg der 2018 genehmigten und 2023 überprüften Kommunikationsstrategie. 

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Personal, Stellenbesetzungen, Nominierungen

Das ÖRK-Leitungsgremium hat einen Bericht über Mitgliedsfragen und Nominierungen erhalten, ebenfalls einen Bericht des Ständigen Ausschusses für Konsens und Zusammenarbeit.

Finanzen

Der WCC-Vorstand erhielt einen Finanzüberblick, der eine Audit-Bewertung sowie den Jahresabschluss für das Jahr 2025 enthält, mit Einnahmen in Höhe von 20,6 Millionen CHF, Ausgaben in Höhe von 22,8 Millionen CHF und allgemeinen Rücklagen in Höhe von 7,2 Millionen CHF zum Jahresende. Der Exekutivausschuss nahm ebenfalls den aktuellen Status des Green Village-Projekts zur Kenntnis.

World Council of Churches – US Foundation

Der Exekutivausschuss beschloss, die „World Council of Churches – US Foundation“ zu gründen, eine im US-Bundesstaat Delaware eingetragene juristische Person, um die Arbeit des Ökumenischen UN-Büros in New York zu unterstützen.

Hotel und Konferenzzentrum Bossey

Auf der letzten Tagung des Exekutivausschusses wurde der Generalsekretär gebeten, die strategische Ausrichtung des Konferenzzentrums Bossey neu zu bewerten. Der ÖRK-Exekutivausschuss erhielt eine aktuelle Bestandsaufnahme des operativen Geschäfts des Konferenzzentrums.

Aktuelles zur Planung der 12. ÖRK-Vollversammlung

Der ÖRK-Exekutivausschuss wurde über den aktuellen Stand der Planung der Vollversammlung unterrichtet. Sowohl der Ausschuss für die Planung der Vollversammlung als auch der Ausschuss für die Andachtsplanung arbeiten 2026 im Online-Format zusammen und planen für 2027 ein Präsenztreffen. Der Ausschuss hofft inständig, in den kommenden Monaten die offizielle Einladung zur Ausrichtung der Vollversammlung zu erhalten, damit Besuche organisiert werden und ein Bericht zur Beschlussfassung durch den Zentralausschuss im Juni 2027 ausgearbeitet werden kann.

Der Exekutivausschuss wird sich erneut im November auf den Philippinen treffen.