Die Osterbotschaft des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) beschäftigt sich mit der Frage, wie wir in einer Zeit Ostern feiern können, in der Jubelrufe so oft von Schreien der Verzweiflung übertönt werden? „Es sind so viele Opfer von Kriegen, wirtschaftlicher Ungerechtigkeit, sexueller Gewalt, politischer Unterdrückung, Klimakatastrophen und religiöser Verfolgung zu beklagen“, heißt es in der Botschaft. „Können wir wirklich Ostern feiern, ohne dieses Leid zu thematisieren?“
Die Botschaft unterstreicht, dass Ostern der Eckpfeiler unseres christlichen Glaubens sei. „Es ist die eine große Quelle der Hoffnung in diesen schwierigen Zeiten“, so die Botschaft. „Jesus hat die Menschen seiner Zeit beflügelt und beseelt, wenn er von Liebe und Hoffnung sprach, wenn er die Menschen mit seinen heilenden Händen berührte und Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenskontexten und mit ganz unterschiedlichen Lebenserfahrungen in einer Gemeinschaft zusammenbrachte.“
Weiter unterstreicht die Botschaft, dass das Osterfest keine spirituelle Beschwichtigung angesichts von Leid sein solle, das sonst unerträglich wäre. „Lassen Sie uns Ostern als eine Zeit der Rückversicherung und Gewissheit feiern, dass die vielen Abgründe, in die wir derzeit in der Welt schauen, nicht alles sind“, heißt es dort. „Diese Überzeugung verbindet uns alle in unserer weltweiten Kirchengemeinschaft auch weiterhin. Sie verbindet uns mit allen Menschen auf der Welt, die genau wie wir alle nach dem Bilde Gottes geschaffen wurden.“