Der Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses, Bischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, brachte Freude und Hoffnung zum Ausdruck. „Als Nachfolger von Papst Franziskus wird er sich in einer langen Traditionslinie bewegen“, sagte Bedford-Strohm. „Ich gehe davon aus, dass er das Zeugnis der Liebe von Papst Franziskus für alle Menschen und insbesondere die vulnerabelsten und für alle nichtmenschlichen Geschöpfe fortführen wird.“
Bedford-Strohm betonte, dass dringend eine starke globale Stimme für Menschenwürde und die Überwindung von Gewalt gebraucht werde. „Ich bin zuversichtlich, dass der neue Papst eine solche Stimme sein wird“, sagte er. „Als ÖRK arbeiten wir in tiefer gegenseitiger Freundschaft und großer Wertschätzung füreinander mit der Römisch-katholischen Kirche zusammen. Ich freue mich auf viele schöne Begegnungen sowohl mit dem neuen Papst als auch mit allen anderen, die sich für eine sichtbare Einheit in der Kirche in versöhnter Vielfalt einsetzen.“
ÖRK-Generalsekretär Pastor Prof. Dr. Jerry Pillay sagte, dass die weltweite Gemeinschaft von Kirchen im ÖRK Gott dafür danke, dass die Römisch-katholische Kirche den Prozess zur Wahl eines neuen Papstes durch ihre Kardinäle erfolgreich habe abschließen können. „Uns ist bewusst, dass das keine einfache Aufgabe ist und dass es Gebete, gewissenhafte Urteilsbildung und Weitsicht erfordert, eine spirituelle Führungsperson zu wählen, die nicht nur in der Römisch-katholischen Kirche wirkt, sondern auf die auch die ganze Welt für Weitsicht und Wegweisung schaut“, so Pillay. „Wir gratulieren dem neuen Papst und bitten Gott um seinen Segen und dass Gott ihm Gesundheit, Kraft und Weisheit schenken möge, wenn er jetzt dieses heilige Amt antritt.“
Weiter sagte Pillay: „Wir vertrauen darauf, dass er die ökumenische Zusammenarbeit, die Einheit aller christlichen Gläubigen und den Frieden in der Welt weiter fördern wird. Wir leben in einer Welt, die von zahlreichen Krisen geprägt ist; gemeinsam können wir durch die transformierende Kraft des Heiligen Geistes etwas bewegen. Der ÖRK hält daran fest, in dem Bestreben, Gottes Frieden und Liebe auf der Erde obsiegen zu lassen, mit der Römisch-katholischen Kirche, allen christlichen Gläubigen, Menschen anderer Religionen und allen Menschen guten Willens zusammen beten, unterwegs sein und arbeiten zu wollen.“
Die Römisch-katholische Kirche ist nicht Mitglied im ÖRK, aber das Instrument einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, die 1965 eingerichtet wurde, fördert eine enge Zusammenarbeit. Delegierte und Beobachterinnen bzw. Beobachter werden gegenseitig zu wichtigen Tagungen der jeweils anderen entsandt und in Gremien, für die der ÖRK die Verwaltung übernimmt, wie der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung und der Kommission für Weltmission und Evangelisation ist die Römisch-katholische Kirche auch offiziell vertreten.
Die Gemeinsame Arbeitsgruppe des ÖRK mit der römisch-katholischen Kirche
Video: Papst Franziskus: Ein Pilgerweg in Richtung Einheit aller christlichen Gläubigen (in englischer Sprache)