Mit Bildern und Interviews wird über die Erfahrungen von jungen Menschen wie Tuqa, einer Schülerin aus Ostjerusalem, berichtet, die von israelischen Sicherheitskräften auf dem Heimweg von der Schule festgenommen wurde. 

Sie wurde von ihnen zu ihrer Familie und ihrem Vater befragt und dann in einem Auto zum HaSharon-Gefängnis gebracht. Die Anschuldigung lautete, dass sie ein Schulbuch der palästinensischen Bildungsbehörde bei sich gehabt habe; dafür wurde sie unter Hausarrest gestellt.

„Seit meiner Festnahme gehe ich einen anderen Weg zur Schule, damit das nicht noch einmal passiert“, erzählt Tuqa, und weiter: „Denn ich habe Angst.“ 

Das Video, das auch über Völkerrechts- und Menschenrechtsverletzungen berichtet, ist Teil der neuen ÖRK-Kampagne „From Condemnation to Consequences: Calling on states to hold Israel accountable to end the illegal occupation“ (Nicht nur verurteilen, sondern Konsequenzen ziehen: Staaten müssen Israel zur Rechenschaft ziehen und Ende der illegale Besatzung fordern). Es erinnert zudem an Verpflichtungen, die die Welt oft zu vergessen scheint: dass Israel das Übereinkommen über die Rechte des Kindes unterzeichnet hat, und im August 1994 einem Abkommen zugestimmt hat, das die Zuständigkeit für Bildung in Ostjerusalem vollumfänglich an die palästinensischen Behörden übertragen hat.

Die Kampagne, die nach dem Ausbruch des Kriegs zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits am 28. Februar gestartet wurde, konzentriert sich auf die anhaltende de facto-Annexion der seit 1967 besetzten palästinensischen Gebiete durch Israel. Sie betont die Überzeugung, dass eine auf Gerechtigkeit beruhende Lösung der Feindseligkeiten zwischen Palästina und Israel Eckpfeiler für Frieden in der gesamten Region sein muss. 

„Kinder müssen mit Freude in die Schule gehen können und dürfen auf dem Schulweg keine Angst haben müssen, sie müssen die Chance haben, im Kontext ihrer eigenen nationalen Identität zu lernen, anstatt sich marginalisiert zu fühlen, und müssen von einer vielversprechenden Zukunft träumen dürfen, anstatt Angst zu haben, dass ihnen die Polizei überall auflauert“, sagt George Sahhar, Advocacy-Referent im Verbindungsbüro Jerusalem des ÖRK und beim Ökumenischen Begleitprogramm des ÖRK in Palästina und Israel.

Die Kampagne „From Condemnation to Consequences“ läuft bis 31. März.  

Inmitten des Krieges fordern Kirchen das Ende der illegalen Besetzung Palästinas

Kampagne „From Condemnation to Consequences“ wird Rechenschaft und ein Ende der Besatzung Palästinas fordern (in englischer Sprache)

Die Kampagne und Material zum Thema (in englischer Sprache)

ÖRK-EAPPI

From Condemnation to Consequences

4-31 March 2026