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Nicaea November 2025
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Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pastor Prof. Dr. Jerry Pillay, feierte zusammen mit Seiner Allheiligkeit Patriarch Bartholomäus und Papst Leo XIV einen ökumenischen Gottesdienst. 

Seine Allheiligkeit Patriarch Bartholomäus betonte die Hoffnung, die im heiligen Gedenken selbst in einer von Unruhen, Schwierigkeiten und Spaltung geprägten Welt zum Ausdruck käme.

„Wir sind hier, um lebendiges Zeugnis für denselben Glauben abzulegen, den schon die Väter von Nizäa bekundet haben“, erklärte er. „Wir kehren zu dieser Quelle des christlichen Glaubens zurück, um nach vorne zu schauen. Die Kraft dieses Ortes liegt nicht in dem, was vergeht, sondern in dem, was ewig währt.“

Pillay las Verse aus dem Johannesevangelium 17, in denen es auch um ein Gebet Jesu geht, das im Ökumenischen Rat der Kirchen oft zitiert wird: „Auf dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir.“

Papst Leo XIV würdigte in seiner Ansprach, dass wir in einer dramatischen Zeit lebten, aber durch tiefe Verbindung vereint seien. 

„Wir sind alle aufgefordert, das Ärgernis der leider noch bestehenden Spaltungen zu überwinden und den Wunsch nach Einheit zu nähren, für den der Herr Jesus gebetet und sein Leben hingegeben hat“, sagte Papst Leo XIV. „In unseren Tagen ist die Versöhnung ein Appell, der von der gesamten Menschheit ausgeht, die unter Konflikten und Gewalt leidet.“

Seine Allheiligkeit Patriarch Bartholomäus und Papst Leo XIV unterzeichneten eine Gemeinsame Erklärung, in der sie ihre Dankbarkeit für die geschwisterliche Begegnung vor 1.700 Jahren und heute zum Ausdruck bringen. 

„Wir sind überzeugt, dass die Feier dieses bedeutenden Jubiläums zu neuen und mutigen Schritten auf dem Weg zur Einheit inspirieren kann“, heißt es in der Erklärung. „Das Ziel der Einheit [aller christlichen Gläubigen] beinhaltet auch das Bestreben, einen grundlegenden und lebensspendenden Beitrag zum Frieden unter allen Völkern zu leisten.“

Die Erklärung ermutigt die gesamte Menschheit, in der Liebe verbunden zu bleiben. 

„Auch wenn wir angesichts der aktuellen internationalen Lage zutiefst beunruhigt sind, verlieren wir dennoch nicht die Hoffnung“, so die Erklärung. „Gott wird die Menschheit nicht allein lassen.“

Schauen Sie sich hier die Aufzeichnung der gesamten Veranstaltung von Vatican News an (in englischer Sprache)

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