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Two holding hands - Africa

Foto: Albin Hillert/Life on Earth Pictures

darunter die Evangelische Kirche in Deutschland, Brot für die Welt und die Evangelische Mission Weltweit, die Anmeldungen für eine wegweisende ökumenische Konferenz zum Thema:

„Berlin 1884–1885 und der Rassismus gegenüber Schwarzen: Auf der Suche nach einer gemeinsamen antirassistischen ökumenischen Vision“.

Die Veranstaltung, die vom 17. bis 21. Mai 2025 in Berlin stattfindet, wird sich mit den historischen und aktuellen Folgen von Kolonialismus und Rassismus sowie der Mitschuld von Glaubensgemeinschaften an diesen Systemen auseinandersetzen. Dank Grundsatzreferaten, tiefgreifender theologischer Reflexion, Pilgerbegegnungen und ökumenischem Dialog soll die Konferenz die Vergangenheit in Erinnerung rufen, die Gegenwart aufarbeiten und sich eine dekolonisierte, von aufrichtiger Solidarität geprägte Zukunft vorstellen.

Aktuelle Bedeutung der Konferenz

Die Berliner Konferenz von 1884-1885 formalisierte die Aufteilung Afrikas unter den europäischen Mächten, legte den Grundstein für die koloniale Ausbeutung und hinterließ anti-Schwarzen Rassismus, von dem Menschen afrikanischer Abstammung auf der ganzen Welt auch heute noch betroffen sind. Die Konferenz von 2025 des ÖRK ist nicht nur ein Moment des Gedenkens, sondern auch eine prophetische Handlung. In einer Zeit eskalierender Fremdenfeindlichkeit, wiederauflebendem ethnisch begründetem Nationalismus und gesellschaftlicher Polarisierung lädt diese Konferenz Kirchen, Aktivistinnen und Aktivisten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Gemeindeleitende dazu ein, einen neuen Rahmen für Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und Hoffnung abzustecken.

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German President Frank-Walter Steinmeier walks with the late Dr. Agnes Abuom, former moderator of the WCC Central Committee, as the president arrives at the 11th Assembly of the World Council of Churches, held in Karlsruhe, under the theme "Christ's Love Moves the World to Reconciliation and Unity", Germany, 31 August 2022, Photo: Albin Hillert/WCC

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 31. August 2022 neben der unterdessen verstorbenen Dr. Agnes Abuom, ehemalige Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses, als der Präsident an der 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Karlsruhe eintrifft, die unter dem Motto „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ stand. Foto: Albin Hillert/ÖRK

Grundsatzreden im Zentrum der Gespräche

Die Konferenz vereint starke Stimmen aus aller Welt – Vordenkerinnen und Vordenker im Kampf gegen Rassismus, theologischen Kolonialismus und Ungerechtigkeit. 

Die Hauptrednerinnen und Hauptredner:

Prof. Hulisani Ramantswana (University of South Africa): Prof. Ramantswana ist ein führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der afrikanischen biblischen Hermeneutik. In seiner Grundsatzrede mit dem Titel „Koloniale Dynamik und die Verarmung Afrikas 140 Jahre nach der Berliner Konferenz“ wird er eine schonungslose Analyse liefern. Seine Arbeit beleuchtet die wirtschaftlichen und theologischen Folgen der Kolonialisierung.

Prof. Joerg Rieger (Vanderbilt University, USA): Der für seine Theologie des Widerstands und der Gerechtigkeit bekannte Prof. Rieger wird in seiner Grundsatzrede „Vereinigen und erobern, um zu spalten und zu erobern“ die Verflechtung von Ethnie, Klasse und Religion in einer globalisierten Wirtschaft untersuchen.

Adele Halliday (Vereinigte Kirche von Kanada): Als Pädagogin für Antirassismus und Vorsitzende der ÖRK-Referenzgruppe zur Überwindung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, dem Kastenwesen und allen Formen von Diskriminierung bringt Adele Halliday in ihrer Grundsatzrede „Rassismus und Rassismus gegenüber Schwarzen in der heutigen Welt“ eine globale Sicht auf den anti-Schwarzen Rassismus und auf das Trauma des Rassismus ein.

Yvonne Apiyo Brändle-Amolo (Schweizer Politikerin): Die preisgekrönte Aktivistin, Filmemacherin und gewählte Gemeindeparlamentarierin wird in ihrem Referat „Das globale Fortdauern von Rassismus gegen Schwarze Menschen und die Rolle der Kirche“ zum Handeln aufrufen.

Gemeinsam werden diese Grundsatzreferate die drei Hauptachsen der Konferenz aufzeigen:

1. Berliner Konferenz und Rassismus gegenüber Schwarzen

2. Mission, Theologie und Rassismus

3. Dekolonisierung und wiedergutmachende Gerechtigkeit

Jede Achse wird die historischen Wurzeln der systematischen Diskriminierung untersuchen, die aktuellen globalen Herausforderungen erkunden und den theologischen Rahmen für auf Gerechtigkeit ausgerichtete Antworten erforschen.

Ein Pilgerweg des Erinnerns und der moralischen Bewertung

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich aus den Konferenzsälen hinausbegeben. Am 18. Mai beschreiten sie einen besonderen Pilgerweg zu historischen Stätten in Berlin und setzen sich mit der gelebten Realität und dem Erbe des Kolonialismus auseinander. Diese Stätten werden zu Orten der Klage, der Erinnerung und der theologischen Reflexion werden.

Tägliche Andachten, gemeinsame Gottesdienste und eine Gottesdienstfeier in der Kapelle der Versöhnung werden während der gesamten Konferenz für geistliche Nahrung und ökumenische Einheit sorgen.

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A protestor/Racism/holding a sign "Let your actions speak"

Foto: Paul Jeffrey/Life on Earth Pictures

Sie sind zur Teilnahme eingeladen!

Ab sofort ist der offene Onlinezugang für alle interessierten Personen verfügbar und bietet die Möglichkeit, sich direkt mit führenden Stimmen zu Rassismus, Entkolonialisierung und ökumenischer Antwort auseinanderzusetzen. Sind Sie Kirchenleiterin oder Kirchenleiter, Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler, junge Aktivistin oder junger Aktivist oder als Weltbürgerin oder Weltbürger betroffen? Auf jeden Fall kann Ihre Anwesenheit dazu beitragen, den antirassistischen ökumenischen Aktionsplan des ÖRK für die kommenden Jahrzehnte zu gestalten!

Jetzt anmelden:

Alle, die online teilnehmen möchten, können sich hier anmelden. Bitte achten Sie darauf, dass diejenigen, die an den parallelen „Streams“-Sitzungen teilnehmen möchten, bei der Anmeldung ihr Interesse bekunden*.

Ein prophetisches Zeugnis in einer polarisierten Welt

In der heute zunehmend gespaltenen Welt, in der Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit mit fast fundamentalistischer Intensität als Waffen eingesetzt werden, ist die Berliner Konferenz 2025 ein wichtiger Schritt. Sie ist ein klares und unmissverständliches Zeugnis dafür, dass die ökumenische Bewegung angesichts von Ungerechtigkeit nicht zurückweicht, sondern mutig die prophetische Rolle der Kirche beansprucht.

Der Ökumenische Rat der Kirchen hat erkannt, dass in einem Kontext, in dem die Menschheit mit sich überschneidenden Krisen um Identität, Zugehörigkeit und Würde konfrontiert ist, der Zeitpunkt gekommen ist, die Systeme der Unterdrückung zu zerschlagen. Es ist an der Zeit, die Vergangenheit nicht nur mit Respekt, sondern auch mit Taten zu ehren und sich eine Zukunft vorzustellen, in der das ganze Volk Gottes mit gleicher Würde und gleichem heiligen Wert lebt.

Vor 140 Jahren sorgte die Berliner Konferenz in Afrika für Verwirrung.

2025 reagiert die ökumenische Bewegung mutig, klar und engagiert, um sie zu entwirren.

 

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Annotierte Tagesordnung der Konferenz (wird regelmässig aktualisiert)

„Berlin 1884–1885 und der Rassismus gegenüber Schwarzen: Auf der Suche nach einer gemeinsamen antirassistischen ökumenischen Vision“, ÖRK Veranstaltungen, 17-21. Mai 2025

Weitere Informationen mehr über die Arbeit des ÖRK zur Überwindung von Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit

ÖRK stellt neue Materialsammlung für Kirchen und Gemeinschaften zur Überwindung von Rassismus und Vorurteilen vor 

Überwindung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Diskriminierung“, ein ÖRK-Blogpost von Dr. Masiiwa Ragies Gunda, ÖRK-Programmreferent für programmatische Antworten zur Überwindung von Rassismus (in englischer Sprache)

ÖRK-Referenzgruppe trifft sich in Ghana, um die Realitäten von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und dem Kastentum in der ganzen Welt zu erörtern“ (ÖRK-Featureartikel, 12. Dezember 2024, in englischer Sprache)

Nicäa 2025