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A single bird in flight above the peak of a dark, conical roof, set against a bright blue sky with scattered white clouds.

Foto: Albin Hillert/ÖRK

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Das Thema für die Zeit der Schöpfung in diesem Jahr ist „Frieden mit der Schöpfung“. 

Bischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der Vorsitzende vom Zentralausschuss des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), unterstrich, dass es einer Antwort auf den Klimawandel bedürfe, die nicht nur unseren Verstand anspreche, sondern auch unser Herz und unseren Geist, damit wir unseren Lebenswandel und unsere Vorstellung von einem guten Leben anpassen können. „Die Bibel nennt es metanoia“, sagte er. „Wenn es stimmt, dass die aktuelle Umweltkrise tiefe spirituelle Wurzeln hat, hat es eine enorm große Bedeutung, dass alle großen christlichen Glaubenstraditionen dieser Welt zusammenkommen, um gemeinsam für eine Bewältigung der Krise einzutreten.“

Die Zeit der Schöpfung sei der Versuch für eine solche Bewältigung, führte Bedford-Strohmaus. „Und die weltweite Dekade für Klimaschutz, die der ÖRK bei seiner Zentralausschusstagung in Johannesburg gerade ausgerufen hat, wird unserem Engagement für Umweltschutz neuen Rückenwind geben“, erklärte er. „Als Kirchen sind wir fest in unseren Gemeinden überall auf der Welt verwurzelt und tragen durch unseren Glauben an den dreieinigen Gott gleichzeitig eine globale Verantwortung, und ich bin überzeugt, dass wir etwas bewegen können, wenn wir die Menschen zu der globalen spirituellen Neuorientierung ermutigen, die wir dringend brauchen!“

Erzbischof Hosam E. Naoum, anglikanischer Erzbischof der Diözese Jerusalem, stellt eine Verbindung her zwischen Frieden in der Welt und Frieden für die gesamte Schöpfung. „Liebe christliche Gläubige überall auf der Welt und aus allen Glaubensgemeinschaften, ich grüße Sie aus Jerusalem, der Stadt der Auferstehung Christi, mit einer besonderen Einladung zur Teilnahme an der diesjährigen Zeit der Schöpfung“, sagte er. „Angesichts von Gewalt und während der Krieg hier im Heiligen Land andauert, beten wir für Frieden, Gerechtigkeit und Liebe, die die Menschen zusammenbringt. Wir beten für Frieden in der Stadt Jerusalem für die Menschen im Heiligen Land und für die Menschen überall auf der Welt.“

Der Bibeltext für die diesjährige Zeit der Schöpfung steht in Jesaja 32,14-18, wo der Prophet Jesaja die verlassene Schöpfung beschreibt, in der aufgrund mangelnder Gerechtigkeit und der kaputten Beziehung zwischen Gott und den Menschen kein Frieden herrscht. Die Beschreibung von verwüsteten Städten und öden Landschaften dort unterstreicht eindrücklich, dass das zerstörerische Verhalten der Menschen negative Auswirkungen auf die Erde hat.

„Frieden mit der Schöpfung bedeutet, in Harmonie mit der lebensspendenden Gegenwart Gottes in allen Dingen zu leben. Die Zeit der Schöpfung ruft uns zu größerer Verbundenheit mit der Erde auf, ruft uns auf, unserer Rolle in Gottes fortwährendem Werk der Liebe, des Heilens und der Versöhnung für die gesamte Schöpfung gerecht zu werden“, sagte Dr. HefinJones, Mitglied im Exekutivausschuss der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen.

Nora Antonsen, Kirche von Norwegen, sprach über die Hoffnung, die der Zeit der Schöpfung 2025 zugrunde liegt: die Hoffnung, dass die Schöpfung Frieden finden kann, wenn Gerechtigkeit wiederhergestellt ist. „Es gibt Grund zur Hoffnung auf eine friedvolle Erde und wir erwarten diese“, erklärte sie. „In einem biblischen Kontext heißt hoffen, nicht einfach nur abzuwarten, sondern aktiv zu werden, zu beten, das eigene Verhalten zu ändern und sich mit der Schöpfung und dem Schöpfergott in Einheit, metanoia und Solidarität zu versöhnen.“

Das Emblem für die Zeit der Schöpfung 2025 ist ein Garten des Friedens – symbolisiert von einer weißen Taube, die einen Ölzweig im Schnabel trägt und damit Leben in den Garten des Friedens bringt.

Auch in der Geschichte von der Sintflut in der Bibel spielt die Taube die Rolle der Segen bringende Botschafterin. Die Taube, die Noah hatte fliegen lassen, kehrt mit einem frischen Ölzweig im Schnabel zurück und vermeldet damit, dass die Fluten zurückgehen. 

Website zur Veranstaltung: Gottesdienst zur Eröffnung der Zeit der Schöpfung 2025 (in englischer Sprache)

Die Zeit der Schöpfung 2025