Veranstaltung

GETI 2025: „Welchen Weg nun zur sichtbaren Einheit?“

Das so genannte „Global Ecumenical Theological Institute“ (GETI) 2025, das im Kontext der Weltkonferenz der ÖRK-Kommission für Glauben und Kirchenverfassung in Ägypten stattfinden wird, ist die vierte Auflage dieses ökumenischen Kurzzeit-Studienprogramms mit globaler Ausrichtung.

Image
GETI element

Das GETI ist ein internationales Studienprogramm des ÖRK-Programms für die ökumenische Theologie-Ausbildung (ÖRK-ETE). Das erste GETI fand während der 10. ÖRK-Vollversammlung 2013 in Busan, Südkorea, statt. 2018 hat anlässlich der Weltmissionskonferenz der ÖRK-Kommission für Weltmission und Evangelisation (CWME) in Arusha, Tansania, das zweite GETI und 2022 im Rahmen der 11. ÖRK-Vollversammlung in Karlsruhe, Deutschland, das dritte GETI stattgefunden.


Die vom ÖRK organisierten GETI sollen den Teilnehmenden helfen:

  • ihr Wissen rund um aktuelle Themen aus der Ökumene auf lokaler und globaler Ebene zu vertiefen
  • sich mit früheren, aktuellen und zukünftigen Themen des ökumenischen Diskurses zu beschäftigen
  • interdisziplinäre Ansätze in der Ökumene-Wissenschaft anzuwenden
  • eine theologisch fundierte und kontextuell verankerte ökumenische Theologie zu formulieren
  • konstruktive Antworten auf die Herausforderungen in sich wandelnden religiösen und gesellschaftlichen Landschaften zu finden

Die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung wird in enger Zusammenarbeit mit und auf Einladung von Seiner Heiligkeit Papst Tawadros II, dem Papst von Alexandria und Patriarchen des Stuhls des heiligen Markus von der Koptischen Orthodoxen Kirche, in Wadi El Natrun in der Nähe von Alexandria, Ägypten, stattfinden. Sie wird im päpstlichen Logos-Zentrum der Koptischen Orthodoxen Kirche in der Nähe des antiken und höchst bedeutsamen St.-Pischoi-Klosters zusammentreten, das eines der wichtigsten klösterlichen Zentren Ägyptens ist. Der Stuhl von Alexandria ist für die Alte Kirche historisch bedeutend und spielte eine wichtige Rolle in den Debatten, die dem Konzil von Nizäa vorausgingen. Athanasius der Große, der damalige Bischof von Alexandria, wollte den arianischen Streit beilegen und setzte sich sehr für die Zustimmung zum nizänischen Glauben ein. Das päpstliche Logos-Zentrum wurde von der Koptischen Orthodoxen Kirche begründet; es verkörpert Alexandrias Vermächtnis einer kulturellen Vielfalt und eines wissenschaftlichen und theologischen Austausches und ist lebendiges Zeugnis für den anhaltenden Einfluss der alexandrinischen Theologie.

Das Logos-Zentrum bildet eine Brücke zwischen der antiken monastischen Tradition und den zeitgenössischen Bedürfnissen einer bunten Gesellschaft und steht für einen Ort für Dialog und intellektuelle und spirituelle Forschung. Der Tagungsort der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung und Veranstaltungsort des GETI 2025 ist somit tief verwurzelt in der langen Geschichte der alexandrinischen Theologie, aber symbolisiert gleichzeitig das Verlangen nach eingehender theologischer Reflexion zur Förderung einer Einheit der Kirchen und der gesamten Menschheit.

Für weitere Informationen schreiben Sie bitte eine E-Mail an [email protected].

Image
GETI banner